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Kastration / Sterilisation von Hunden, Katzen, Kaninchen (Stallhasen), Meerschweinchen, Hamstern, Wüstenrennmäusen, Ratten und Mäusen.

Definition:  Die Sterilisation und die Kastration ist ein medizinischer Eingriff der das weibliche und das männliche Tier /den w./m. Menschen unfruchtbar macht.  Da bei der Sterilisation nur eine Durchtrennung / Abbindung der Eileiter bzw. Samenleiter durchgeführt wird, werden weiter Sexualhormone wie Östrogene / Gestagene in den weiblichen Eierstöcken und Testosteron in den Hoden gebildet. Das Sexualverhalten, wie der weibliche Zyklus oder der geschlechtsspezifische Geruch und das Streunen der Männchen bleibt unverändert.  Bei der Kastration werden Eierstöcke und Hoden entfernt.  Kastrierte weibliche Tiere haben keinen Zyklus mehr. Sie bekommen praktisch keine Gebärmutter-/Eierstockstumore o. –vereiterung, Eierstockszysten und jung kastrierte Hündinnen keine Gesäugetumore (Mammatumore). Männliche Tiere zeigen keinen geschlechtsspezifischen Geruch (Uringeruch des Katers) und neigen deutlich weniger zum Streunen. Die Vorsteherdrüse (Prostata) bildet sich zurück und erkrankt praktisch nicht. In den tierärztlichen Praxen/Kliniken werden folglich die Hunde / Katzen und andere Tiere überwiegend vorbeugend kastriert.

Die in den Eierstöcken der Weibchen und in den Hoden der Männchen gebildeten Hormone sind verantwortlich für das geschlechtsspezifische Verhalten. In den Eiern (Follikeln) der Weibchen werden zyklusabhängig Östrogene, Gestagene gebildet und in den Hoden der Männchen Testosteron. Dies geht einher mit der Bildung von befruchtungsfähigen Eiern (Follikeln) in den paarig ausgebildeten Eierstöcken (Ovar) der Weibchen und der Bildung von Spermien in den Hoden der Männchen. Die Ausbildung und die Aktivität von Gebärmutter (Uterus), Gesäuge (Mamma) und Vorsteherdrüse (Prostata) werden maßgeblich von den Hormonen beeinflusst. Andere Faktoren, wie z. B. Tageslichtlängen wirken auf die Aktivität der Eierstöcke und Hoden. Der strenge Geruch der Urine vom Kater, Ratte und Mäusen kommt vom Testosteron der Männchen.

In der befruchtungsfähigen Phase ist die Hündin in der „Hitze“, die Katze ist „Rollig“. Bei der Hündin ist die Läufigkeit in der Regel sichtbar mit blutigem Ausfluss aus der Scheide. Bei den anderen Tieren kann nur in seltenen Fällen eine Blutung festgestellt werden.  Bei den meisten Weibchen findet der Eisprung spontan statt. Der Eisprung bei der Katze wird induziert durch den Deckakt, aber auch durch Berührung.  Die Gebärmutter wird vorbereitet für die Einnistung eines oder mehrerer befruchteter Eier. Findet keine Befruchtung bzw. Einnistung eines befruchteten Eies statt, wird die Gebärmutter nach der befruchtungsfähigen Phase zurückgebildet. Dieser Wechsel wird Zyklus genannt.          Tabelle XX gibt einen Überblick zu den tierartspezifischen Zyklen. Männchen, wie Weibchen können bis ins hohe Alter fruchtbar sein. Ein Klimakterium, wie beim Menschen gibt es nicht.

Der Hauptgrund für eine Kastration / Sterilisation ist das unfruchtbar machen von Weibchen und Männchen. Überwiegend durch einen operativen Eingriff.  Aber auch zeitlich begrenzt mit Medikamenten. Zunehmend Bedeutung findet z. B. die Injektion eines Chips mit Hormonen, die den Rüden für ca. ½ bis 1 Jahr unfruchtbar macht. Bei der Sterilisation wird durch Abbindung/Durchtrennung (Vasektomie Männchen / Tubenligatur Weibchen) verhindert das Eier bzw. Spermien an den Zielort gelangen. Das geschlechtsspezifische Verhalten / Zyklus und u. a. der geschlechtsspezifische Geruch der Urine bleibt bestehen, da die hormonbildenden Eierstöcke bzw. Hoden nicht entfernt werden.

Um das geschlechtsspezifische Verhalten auszuschalten, wie z. B. bei der Hündin die Läufigkeit, nach der Läufigkeit die Scheinträchtigkeit mit u. a. der Milchbildung, beim Männchen das Streunen muss das Tier kastriert werden. In der Regel geht der geschlechtsspezifische Geruch weg. Dazu müssen die Eierstöcke beim Weibchen und die Hoden beim Männchen entfernt werden.

Die Entfernung der Hoden der Männchen ist operativ in Narkose relativ einfach, wenn die Hoden in der Entwicklung in den Hodensack abgestiegen sind.

Da die Eierstöcke der Weibchen sich der Bauchhöhle befinden, muss der Bauch eröffnet werden oder mit Instrumenten aus der Bauchhöhle geholt werden (Minimalinvasiv).  Der Zugang über den Bauchschnitt in Narkose ist die gängigste Methode und kann von jeder Tierarztpraxis bzw. Tierarzt/Tierärztin durchgeführt werden.  Die heutigen Narkosemedikamente werden gut vertragen, sind wenig kreislaufbelastend und haben eine starke Schmerzreduzierung. Zur minimalinvasiven Methode muss die Bauchhöhle mit Überdruck mit Gas gefüllt werden. Das Gas drückt auf den Rücken und das Zwerchfell und kann eine weitere Ursache für Schmerzen nach der Operation sein. Vorteil sind die meist zwei kleineren Schnitte.  Meist wird die Gebärmutter (Uterus) nicht entfernt.

Neben der Unterbindung der Vermehrungsfähigkeit bestehen weitere Gründe für die Kastration von Weibchen und Männchen.

Mit der Kastration werden Eierstöcke, Gebärmutter oder Hoden entfernt, die nicht mehr erkranken können. Gebärmuttervereiterungen, -tumore, Eierstocksveränderungen / -tumoren können nicht mehr entstehen, wenn diese mit entfernt werden. Wird die Kastration jung durchgeführt, kommen in der Regel keine Gesäuge- (Mamma) tumore, Eierstocks, -tumore, -zysten  oder Prostataveränderungen –tumore. Die Gesäugetumore der Hündin sind die häufigsten Tumore des Hundes und sind überwiegend bösartig. Die Sterilisation würde nicht diese Vorteile erbringen. Erkranken die genannten Organe im fortgeschrittenen Alter beim unkastrierten Tier, ist eine Kastration meist eine effektive Behandlung der Erkrankung.  Eine zuckerkranke Hündin (Diabetes mellitus) sollte kastriert werden, da der Zyklus einen wesentlichen Einfluss auf den Blutzuckerwert und damit auf die zu applizierende Menge Insulin hat. Prostatavergrößerungen können mit Hormonmedikamenten behandelt werden, auf längerer Sicht ist aber die Kastration effektiver.

Es können aber auch Nachteile bzw. Nebenwirkungen bei der Kastration auftreten.

Hündinnen werden in der Regel nicht dicker und sind im Verhalten ungefähr wie zwischen den Läufigkeiten. In seltenen Fällen treten Fellveränderungen in Bezug auf Dichte und Menge auf.

Von den seltenen Nebenwirkungen, aber davon die Häufigste bei der Hündin ist das Harnträufeln (Harninkontinenz), besonders im Schlaf. Es gibt aber Medikamente, die es unterdrücken.

Da die Hormone den Bewegungsdrang beim Rüden und Kater fördern, nehmen Rüden (Kater) an Gewicht zu, wenn nicht auf die Futtermenge geachtet wird. 

Die Vermehrungsfähigkeit von Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere lassen sich meist mit der Kastration der männlichen Anteile leicht unterbinden. Aus den genannten Gründen gibt es für diese Arten eigentlich kein Grund die weiblichen Tiere vorbeugend zu kastrieren, zumal ein deutlich höheres Narkoserisiko, ein höherer finanzieller Aufwand besteht und die  oben genannten Organerkrankungen bei Hund und Katze im Verhältnis zur Lebenserwartung  geringer sind.  Kaninchen sind erst in sehr tiefen Narkosen reflexlos.  Reflexlosigkeit ist Vorrausetzung um eine ordnungsgemäße Bauchhöhlenoperation durchführen zu können. Beim weiblichen Kaninchen müssen Narkosemittel daher bis an die Toleranzgrenze gegeben werden.

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